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3,64 Millionen Euro für den Hochwasserschutz: Ostelbische Gräben werden für den Ernstfall fit gemacht

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 08.06.2026 / 13:03 Uhr von mr
Die Landeshauptstadt Magdeburg investiert umfassend in den Hochwasser- und Starkregenschutz östlich der Elbe. Für den Ausbau eines zentralen Entwässerungssystems hat Oberbürgermeisterin Simone Borris eine Millionen-Förderung des Landes Sachsen-Anhalt entgegengenommen.

Um den Osten Magdeburgs künftig besser vor extremen Hochwassern, Starkregen und Vernässung zu schützen, investiert die Landeshauptstadt massiv in ihre Infrastruktur. Oberbürgermeisterin Simone Borris erhielt dazu am 5. Juni einen Förderbescheid über rund 3,64 Millionen Euro von Sachsen-Anhalts Umweltminister Armin Willingmann. Die Zuwendung fließt in ein rund 4,36 Millionen Euro schweres Gesamtprojekt zur umfassenden Ertüchtigung des ostelbischen Entwässerungssystems.

Modernisierung von drei zentralen Gräben
Konkret betrifft der Ausbau die Gräben Neugrüneberg, Schwanengraben und Graben A. Diese durchziehen den ostelbischen Raum und entwässern über das Grabensystem Furtlake in den Ehlekanal. Um der dortigen Vernässung entgegenzuwirken und Schutz bei Starkregen zu bieten, werden ein durchgehendes Sohlgefälle hergestellt und ausreichend dimensionierte Sohlprofile geschaffen. Die Maßnahmen knüpfen an die Anstrengungen der vergangenen Jahre an, in denen Magdeburg bereits mehrere Gräben ausgebaut und ein Schöpfwerk errichtet hat.

Oberbürgermeisterin Simone Borris unterstrich die Bedeutung der Förderung für die anstehenden Arbeiten: „Noch für dieses Jahr sind unter anderem der Ausbau des Grabens Neugrüneberg vom Schwarzkopfweg bis zum Gübser Weg auf einer Länge von etwa 815 Metern sowie der Neubau mehrerer Rohrdurchlässe vorgesehen. Das entsprechende Vergabeverfahren steht kurz vor dem Abschluss. Mein Dank gilt dem Land Sachsen-Anhalt für die Unterstützung.“

Klimawandel erfordert vorausschauende Investitionen
Die Notwendigkeit der Maßnahme betont auch Umweltminister Armin Willingmann mit Blick auf die Historie und den Klimawandel: „Ich freue mich, dass wir ein derart wichtiges kommunales Projekt zum Hochwasserschutz fördern können. Gerade die östlich der Elbe lebenden Magdeburger haben bei den Jahrhundertfluten 2002 und 2013 die enormen Gefahren am eigenen Leib erleben müssen. Aber auch kleinere Hochwasser wie 2006 oder 2010 sorgten durch zunehmende Vernässung für Schäden an Bausubstanz und Infrastruktur. Und letztlich ist es mit Blick auf steigende Gefahren durch Starkregen infolge des fortschreitenden Klimawandels umso wichtiger, vorhandene Entwässerungssysteme fit für die Zukunft zu machen. Diese Investition der Landeshauptstadt unterstützen wir gern.“

Die Fördermittel stammen aus dem Programm „Sachsen-Anhalt KLIMA III“, mit dem das Umweltministerium kommunale Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels unterstützt. Insgesamt werden darüber 35 Millionen Euro aus EU-Mitteln bereitgestellt – davon 25 Millionen Euro für das Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement sowie 10 Millionen Euro für die Klimaresilienz.

Bilder

Quelle: Landeshauptstadt Magdeburg, Laura Saalfeld
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