Das Team von Bennet Wiegert stand von Beginn an einer energischen Wetzlarer Mannschaft gegenüber. Die Mittelhessen, die jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt brauchten, gingen das hohe Tempo des SCM mit, liefen stark zurück und sorgten über die schnelle Mitte abermals für Druck. Nach gut fünf Minuten stand es 4:5.
Magdeburg ließ sich unterdessen nicht aus der Ruhe bringen. Immer wieder gingen Albin Lagergren und Co. in den Zweikampf, erkämpften sich Lücken – oder eine Hinausstellung auf der anderen Seite. Daniel Pettersson traf zum 9:8 (14.) und sorgte damit für die Führung. Doch die Gastgeber blieben ein hart zu bespielender Gegner. Trotz schnellen Ballwechseln und viel physischem Einsatz war es bis zur Pause eng (17:17).
Im zweiten Durchgang starteten die Grün-Roten mit einer kurzen Unaufmerksamkeit (17:19, 32.), erholten sich davon aber trotz zusätzlicher Zeitstrafe für Felix Claar prompt. Manuel Zehnder glich vom Siebenmeterstrich aus (34.), danach erhöhte Matej Mandic nach einer Parade auf 20:19 (35.). In der 42. Minute waren die Hausherren dann abermals vorne und die Anzeigetafel wies ein 22:23 aus Sicht des SCM aus.
Dadurch blieb es auch in der Schlussphase hitzig und die Körperlichkeit nahm weiter zu. Albin Lagergren sah in der 43. Minute nach einem Gesichtstreffer Rot, auf beiden Seiten blieb die Anzahl der Strafwürfe hoch – und die zwei Mannschaften schenkten sich weiter nichts. Wetzlar stellte auf 23:25 (46.), Magdeburg zog mit dem 26:25 (53.) nach. Erst in der Schlussphase holte der SCM die Punkte und gleichermaßen den 31. Saisonsieg in der DAIKIN Handball-Bundesliga.
Damit beendet das Team von Trainer Bennet Wiegert mit nur vier Minuspunkten – nach einer Niederlage und zwei Unentschieden – die Bundesliga-Spielzeit 2025/26 und blickt direkt auf das nächste Highlight. Am kommenden Wochenende geht es zum TruckScout24 EHF FINAL4 der Machineseeker EHF Champions League in Köln, wo der Deutscher Meister im Halbfinale auf die Füchse Berlin (Anpfiff: Samstag, 15 Uhr) trifft.
Bennet Wiegert: „Das war heute ein harter Kampf. Man hat gesehen, dass es für Wetzlar um alles ging. Hier herrschte eine beeindruckende Stimmung. Selbst wenn die Tabelle es anders vermuten lässt, war es eines unserer schwersten Spiele der Saison. Deswegen sind wir sehr glücklich, dass wir im Plan geblieben sind und uns jetzt mit einem guten Gefühl auf das kommende Final4-Wochenende in Köln vorbereiten können.“
Schiedsrichter: Tanja Kuttler/ Maike Merz
Zuschauer: 4.421
Spielfilm: 4:4 (5.), 7:7 (10.), 9:9 (15.), 11:12 (20.), 14:14 (25.), 17:17 (30.) – 20:19 (35.), 21:22 (40.), 23:24 (45.), 24:25 (50.), 27:27 (55.), 31:30 (60.)
HSG Wetzlar: Suljakovic (2 Paraden), Palicka (7 Paraden); Vistorop , Kirschner 6/1, Mappes 9, Theiß 2, Simic, Ahouansou 6, Akakpo, Schoch, Müller 1, Spandau, Löwen, Zacharias, Cavor 3, Nafea 3
SC Magdeburg: Hernandez, Mandic (12 Paraden, 2 Tore); Musche, Claar 3, Zehnder 6/6, Kristjansson 5, Pettersson 3, Magnusson 5/1, Hornke, Jonsson 1, Weber, Lagergren 2, Mertens 3, Saugstrup 1, O’Sullivan, Bergendahl
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