Bei einem schweren Verkehrsunfall im Magdeburger Stadtteil Reform sind am Mittwochnachmittag (27. Mai) drei Personen verletzt worden, eine davon schwer. Ein Funkstreifenwagen der Polizei befand sich auf einer Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn, als es im Kreuzungsbereich zur Kollision mit dem Auto einer Seniorin kam.
Der Zentrale Verkehrs- und Autobahndienst der Polizeiinspektion Magdeburg ermittelt nach einem schweren Verkehrsunfall, der sich am Mittwoch, den 27.05.2026, gegen 15:22 Uhr ereignet hat. Im Kreuzungsbereich der Brenneckestraße und der Blankenburger Straße stießen ein Polizeifahrzeug und der Pkw einer 79-jährigen Magdeburgerin zusammen.
Kollision trotz Sonderrechten an roter Ampel
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen war ein 27-jähriger Polizeibeamter gemeinsam mit seinem 18-jährigen Beifahrer im Funkstreifenwagen auf der Brenneckestraße in Richtung Leipziger Chaussee unterwegs. Da die Beamten unter Nutzung von Sonder- und Wegerechten (Blaulicht und Sirene) fuhren, waren sie von den allgemeinen Verkehrsregeln befreit.
Als der Streifenwagen die Kreuzung zur Blankenburger Straße erreichte, zeigte die dortige Ampelanlage für seine Fahrtrichtung Rot. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge tastete sich der 27-jährige Fahrer daraufhin vorsichtig in den Kreuzungsbereich vor.
Seniorin wird schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht
Dabei kam es zum folgenschweren Zusammenstoß: Die 79-jährige Autofahrerin, die auf der Blankenburger Straße unterwegs war, bemerkte den herannahenden Streifenwagen offenbar nicht rechtzeitig. Die Fahrzeuge kollidierten im Kreuzungsbereich.
Durch die Wucht des Aufpralls erlitt die Magdeburgerin schwere Verletzungen. Sie musste nach einer medizinischen Erstversorgung vor Ort durch den Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus transportiert werden. Die beiden Polizeibeamten im Streifenwagen kamen mit leichteren Verletzungen davon.
Wie genau es zu dem Übersehen des Einsatzfahrzeugs kommen konnte und wie hoch der entstandene Sachschaden ist, ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache durch den Zentralen Verkehrs- und Autobahndienst dauern an.