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Handwerk, das verbindet: Internationaler Flößertag 2026 im lettischen Strenci wird zum Publikumsmagneten

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 02.06.2026 / 15:05 Uhr von mr
60 Meter lange Riesenflöße, tausende begeisterte Zuschauer und ein Handwerk, das Grenzen überwindet. Das lettische Strenci wurde zum Epizentrum der weltweiten Flößergemeinschaft. Während der Nachwuchs im internationalen Jugendcamp vormachte, wie gelebte Völkerverständigung funktioniert, wurden auf der Gauja spektakuläre Traditionen lebendig.

Das lettische Strenci entwickelte sich Mitte Mai 2026 zum weltweiten Mittelpunkt einer jahrhundertealten Tradition. Vom 14. bis 16. Mai versammelten sich rund 180 Flößerinnen und Flößer aus elf Nationen an der Gauja, um die Internationalen Flößertage zu feiern. Neben dem Austausch über historische Bauweisen stand vor allem die Generalversammlung der Internationalen Flößervereinigung (IATR) sowie das dritte Internationale Jugendcamp im Fokus, das von Nachwuchsflößern aus fünf europäischen Ländern gestaltet wurde.

Für die tausenden Schaulustigen bot sich auf dem längsten Fluss Lettlands ein spektakuläres Bild. Die Teilnehmer – darunter auch Delegationen aus den deutschen Bundesländern Sachsen-Anhalt, Bayern, Baden-Württemberg und Brandenburg – demonstrierten das Handwerk in all seinen Facetten: vom ersten Stamm bis zur fertigen Fahrt. Unter den Augen der nationalen Medien steuerten die Aktiven über 60 Meter lange Riesenflöße, bestehend aus bis zu elf einzelnen Floßtafeln, den Fluss hinunter.

Neben dem Festprogramm wurden auf der Generalversammlung unter der Leitung von IATR-Präsident Frank Thiel (Magdeburg) zukunftsweisende Beschlüsse gefasst. Der Verband wuchs durch Neuaufnahmen aus Japan, Lettland, Litauen und Tschechien weiter an. Bis ins Jahr 2031 reichen die Planungen für kommende Treffen, darunter die nächsten Jugendcamps in Tschechien (2027) und Rumänien (2028). Zudem wird die Jugend ein internationales Flößereiwörterbuch erarbeiten – ein Projekt ganz im Sinne Thiels, der die Camps als Vorbild für friedliche, internationale Zusammenarbeit lobte. Nach einer bunten Trachtenparade und der Übergabe der Traditionsflagge nach Tschechien blickt die Gemeinschaft bereits voller Vorfreude auf das Wiedersehen an der Moldau im Jahr 2027.

Bilder

Foto: Valmiera Bezirk Werbung Foto
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