Ein echtes „Schwergewicht“: 59 Zentimeter großer Junge kommt im Klinikum Magdeburg natürlich zur Welt
Stadtgeschehen
Erstellt: 01.06.2026 / 12:05 Uhr von ub
Ein stolzes Geburtsgewicht von 4.770 Gramm und eine Länge von 59 Zentimetern: Im Klinikum Magdeburg hat Ende vergangener Woche ein außergewöhnlich großes Baby das Licht der Welt erblickt. Trotz der stattlichen Maße entschied sich die Mutter ganz bewusst gegen einen Kaiserschnitt – und wurde für ihren Mut belohnt.
Dass dieser junge Mann kein Leichtgewicht werden würde, zeichnete sich bereits vor der Entbindung ab. Mittels moderner Ultraschalldiagnostik hatte Oberärztin Dr. Henrike Lorenz das Gewicht des Ungeborenen im Vorfeld auf rund 4.700 Gramm geschätzt. Ein Wert, der in der Geburtshilfe routinemäßig die Alarmglocken läutet und eine intensive Beratung nach sich zieht. Bei einem derart hohen Schätzgewicht wägen Ärzte und Eltern meist sehr genau ab, ob eine spontane Entbindung zu riskant ist und ein geplanter Kaiserschnitt die sicherere Alternative darstellt.
Erfahrung gab den Ausschlag Im aktuellen Fall sprach jedoch ein entscheidendes Argument für die natürliche Geburt, die Erfahrung der Mutter. Da sie bereits vier Kinder auf natürlichem Weg zur Welt gebracht hatte – darunter ein Kind mit stattlichen 4.100 Gramm –, stand ihr Entschluss fest. Sie wollte es unbedingt ohne operativen Eingriff versuchen.
Ein Vorhaben, das von Erfolg gekrönt war. Unter der ruhigen und erfahrenen Begleitung von Hebamme Heike Schäfer wurde der Junge „mit der Kraft der Natur“ willkommen geheißen. Auch wenn die Entbindung für das insgesamt fünfte Kind der Mutter etwas langsamer als gewohnt voranschritt, verlief alles ohne Komplikationen.
„Eine richtig schöne Geburt“ Mutter und Kind haben die Anstrengungen gut überstanden und sind wohlauf. Das Team der Magdeburger Geburtshilfe zeigte sich nach der Entbindung begeistert und sprach von einer „richtig schönen Geburt“.
Für einen Schmunzler im Kreißsaal sorgte kurz nach der Entbindung übrigens die zehnjährige Schwester des Neugeborenen. Während das medizinische Personal noch über die fast fünf Kilo staunte, hielt das Mädchen bei der ersten Begegnung mit ihrem neuen Bruder unbeirrt dagegen: Für sie war der kleine Bruder vor allem eins – ganz besonders klein.
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