Am vergangenen Mittwoch (27.05.) kam es im Stadtteil Neue Neustadt zu einem räuberischen Diebstahl in einem Einzelhandelsgeschäft. Der Vorfall ereignete sich in einem Supermarkt in der Lübecker Straße, als ein Kunde mehrere Flaschen alkoholischer Getränke ungeniert in seinen hinteren Hosentaschen verschwinden ließ.
Dass der Mann im Kassenbereich keine Anstalten machte, für den Alkohol zu bezahlen, blieb nicht unbemerkt. Die dortigen Ladendetektive hatten den Mann ohnehin schon im Visier: Sie erkannten den 44-jährigen deutschen Staatsbürger sofort aus früheren Diebstahlshandlungen wieder.
Als das Sicherheitspersonal den polizeibekannten Mann im Ausgangsbereich des Marktes stoppte und ihn zur Rede stellte, eskalierte die Situation unvermittelt. Der Ertappte reagierte hochgradig aggressiv und setzte sich mit körperlicher Gewalt zur Wehr. Den Detektiven gelang es jedoch unter erheblichem Kraftaufwand, den tobenden Dieb bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei am Boden zu fixieren.
Für den 44-Jährigen klickten noch im Supermarkt die Handschellen. Noch während der Anzeigenaufnahme vor Ort stellte sich bei der Überprüfung seiner Daten heraus, dass der Mann ein weitaus größeres Problem als den aktuellen Ladendiebstahl hatte: Gegen den Serien-Dieb lag bereits ein gültiger Untersuchungshaftbefehl eines Amtsgerichts aus einem früheren, noch laufenden Ermittlungsverfahren vor.
Der Beschuldigte wurde daraufhin direkt aus dem polizeilichen Gewahrsam abtransportiert und in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Magdeburger Polizei hat nun ein weiteres Ermittlungsverfahren eingeleitet, das wegen des mehrfachen Verdachts des räuberischen Diebstahls geführt wird.