Großprojekt Magdeburger Ring: Ausschreibung für neue Brücke am Damaschkeplatz ist gestartet
Stadtgeschehen
Erstellt: 29.05.2026 / 10:30 Uhr von mr
Für den Ersatzneubau der Ringbrücke über die Ernst-Reuter-Allee hat die Stadt Magdeburg das Vergabeverfahren offiziell eröffnet. Bis Ende 2029 soll das neue Bauwerk fertiggestellt sein, wobei ein modernes, partnerschaftliches Vergabemodell für einen reibungslosen Ablauf sorgen soll.
Der geplante Ersatzneubau der Brücke des Magdeburger Rings über die Ernst-Reuter-Allee hat eine wichtige Hürde genommen. Die offizielle Ausschreibung für das Millionenprojekt wurde auf der Plattform der Deutschen e-Vergabe veröffentlicht. Unternehmen und Konsortien haben nun bis zum 26. Juni Zeit, ihre Teilnahmeanträge für das mehrstufige Vergabeverfahren einzureichen.
Wie bereits bei der Brücke über die Albert-Vater-Straße setzt die Landeshauptstadt auch hier auf die sogenannte Integrierte Projektabwicklung (IPA). Bei diesem Modell arbeiten Auftraggeber, Planer und Bauunternehmen von Beginn an als Team zusammen, um Risiken zu minimieren und Bauzeiten zu verkürzen. Läuft alles nach Plan, sollen die Verträge mit den Partnern Anfang Dezember 2026 besiegelt werden. Der eigentliche Baustart ist für Mitte 2027 vorgesehen.
Um das befürchtete Verkehrschaos auf der zentralen Nord-Süd-Achse zu verhindern, hat die Stadtverwaltung ein zweistufiges Baukonzept ausgearbeitet. Während der Erneuerung des westlichen Teilbauwerks ab Sommer 2027 bleibt der Verkehr komplett auf den bestehenden Behelfsbrücken. Sobald die westliche Seite voraussichtlich im Sommer 2028 fertiggestellt ist, wird der Verkehr auf den Neubau umgeschwenkt, damit die verbleibende Brückenhälfte erneuert werden kann. Bis Ende 2029 soll der gesamte Komplex stehen.
Der Neubau ist dringend nötig: Nach einer Routineprüfung im Dezember 2024 mussten wegen massiver Standsicherheitsprobleme an den Trag- und Spanngliedern zunächst Fahrspuren gesperrt werden. Am 15. April 2025 folgte die Vollsperrung mit anschließendem Abriss der maroden DDR-Brücke. Durch den schnellen Einsatz zweier Behelfsbrücken konnte die Tangente im August 2025 vorzeitig wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Brücken-Marathon: Magdeburg erneuert seine Verkehrsadern Das Projekt am Damaschkeplatz ist nur ein Teil einer beispiellosen Modernisierungswelle auf dem Magdeburger Ring. Das Baudezernat verfolgt einen ambitionierten Masterplan, der die Stadt noch weit über das aktuelle Jahrzehnt hinaus beschäftigen wird:
Bis 2030: Neben den Brücken Ernst-Reuter-Allee und Albert-Vater-Straße werden auch die Überführungen über die Brenneckestraße und die Wiener Straße komplett neu gebaut. Die Ausschreibungen hierzu starten schrittweise im Laufe des Jahres.
Bis 2035: In der darauffolgenden Phase werden die Ringbrücken über die Liebknechtstraße, den Fermersleber Weg sowie der gesamte Brückenkomplex über die Halberstädter Straße, die Sudenburger Wuhne und die Bahngleise saniert.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können den aktuellen Stand der Planungen, Umleitungen und Bauphasen jederzeit online unter www.magdeburg.de/ErsatzneubauRingbrücken mitverfolgen.
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