Am vergangenen Donnerstag ist es gegen 15:45 Uhr am Hauptbahnhof Magdeburg zu einem gewaltsamen Zwischenfall gekommen. Nach Angaben der Polizei schlug ein 71-jähriger Mann während der Fahrt mit einem Aufzug vom Personentunnel zum Bahnsteig einem 46-Jährigen ins Gesicht und trat wiederholt gegen dessen Beine.
Ein Zeuge beobachtete die Situation durch die verglaste Tür des aufwärts fahrenden Lifts und informierte eine gemeinsame Streife von Landes- und Bundespolizei. Die Einsatzkräfte, die sich zu diesem Zeitpunkt auf Bahnsteig sechs befanden, begaben sich umgehend zum Ort des Geschehens.
Die Personalien aller Beteiligten wurden aufgenommen. Der 46-jährige Geschädigte, ein Mann aus Syrien, gab an, keine Verletzungen erlitten zu haben und keine ärztliche Behandlung zu benötigen.
Der Tatverdächtige unterzog sich freiwillig einem Atemalkoholtest und wurde in die Diensträume der Bundespolizei gebracht. Dort ergab der Test einen Wert von 1,26 Promille. Beim anschließenden Verlassen der Wache weigerte sich der Mann, den Anweisungen Folge zu leisten. Er musste von den Einsatzkräften aus dem Gebäude geführt werden, leistete dabei Widerstand und beleidigte die Beamten mehrfach. Zudem zeigte er den Hitlergruß und äußerte verfassungswidrige Parolen.
Im weiteren Verlauf versuchte der 71-Jährige, einen Polizisten mit einem Faustschlag anzugreifen, der jedoch ausweichen konnte. Da der Mann auch weitere Anweisungen ignorierte, wurde er schließlich unter Anwendung einfacher körperlicher Gewalt aus dem Hauptbahnhof gebracht.
Gegen den Tatverdächtigen wurde eine Strafanzeige unter anderem wegen Körperverletzung, versuchter Körperverletzung, Beleidigung, Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt. Zudem erhielt er einen Platzverweis für 24 Stunden.