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„Im Objektiv der Staatsmacht: Fußballfans im Blick von Volkspolizei und Stasi“ – jetzt in Magdeburg!

Sport
  • Erstellt: 12.04.2026 / 09:23 Uhr von os
Fußballstadien in der DDR waren Ort sportlicher Begeisterung – und boten Raum für Protest gegen die SED-Diktatur. „40 Meter im Quadrat – Minenfeld und Stacheldraht. Jetzt weißt Du, wo ich wohne, ich wohne in der Zone“ hallte es in den 1980er Jahren von den Rängen. So gerieten Fußballfans ins Visier der Sicherheitskräfte und wurden von Zuschauern zu Beobachteten.


Mit verdeckten Methoden – getarnt als Sportreporter, oder mit einer Kamera im Knopfloch – ermittelte der Staatssicherheitsdienst in- und außerhalb der Stadien und hielt „verdächtige“ Fußballanhänger fotografisch fest. Der Klick des Auslösers war häufig der Beginn von politischer Repression und Strafverfolgung. Auch der Alltag in den Westen geflüchteter Fußballer, so genannter „Sportverräter“, wurde minutiös dokumentiert. Die Open-Air-Ausstellung blickt durch die Linsen der Staatsmacht und rekonstruiert die Welt der Fans ebenso wie die Überwachungsmaschinerie des SED-Regimes.

In der Hochschule Magdeburg-Stendal, Breitscheidstraße 2 39114 Magdeburg, zwischen Haus 2 und 3 ist die Ausstellung bis 18.Mai 2026 ganztägig zugänglich. Der Eintritt ist frei.

Die Realisierung der Ausstellung wurde ermöglicht durch die Förderung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der DFB-Kulturstiftung.

Bilder

Quelle: Veranstalter
Quelle: Veranstalter
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