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Weniger Fragen machen keine bessere Ausbildung

Politik
  • Erstellt: 12.02.2026 / 14:03 Uhr von mr/pm
Bündnis 90/Die Grünen berichten, dass das Bundesverkehrsministerium seine Reformpläne für die Fahrschulausbildung vorantreibt und sowohl Ausbildung als auch Prüfung deutlich verändern will.

Für die Landtagsfraktion der Grünen in Sachsen-Anhalt steht fest: Eine moderne Ausbildung kann Kosten reduzieren und Wartezeiten verkürzen – vorausgesetzt, Sicherheit, Fairness und Transparenz werden dabei gleichermaßen berücksichtigt. Cornelia Lüddemann, Fraktionsvorsitzende und mobilitätspolitische Sprecherin, sagt: „Mobilität darf kein Privileg sein. In Sachsen-Anhalt ist der Führerschein für viele junge Menschen der Schlüssel zu Ausbildung, Arbeit und Selbstständigkeit. Wenn Familien dafür mehrere tausend Euro aufbringen müssen, entscheidet der Kontostand über Lebenschancen.“

Die Richtung stimmt dort, wo Digitalisierung ernst genommen wird. Mehr flexibler Theorieunterricht, zeitgemäße Lernangebote und der Einsatz von Fahrsimulatoren können Ausbildung effizienter machen. Es reicht aber nicht, nur an einzelnen Stellschrauben zu drehen. Wer Reform sagt, muss das Lernen leichter machen, damit weniger Menschen an der Theorie scheitern und teure Wiederholungen vermieden werden.

Kritisch sieht die Fraktion die diskutierte Laienausbildung nach österreichischem Vorbild. In dicht besiedelten Räumen wie Halle und Magdeburg ist das kaum praktikabel, und auch im ländlichen Raum darf professionelle Anleitung nicht zur Ausnahme werden. Entscheidend ist, dass Fahrpraxis im realen Verkehr nicht durch Sparlogik verdrängt wird, sondern durch kluge didaktische Konzepte ergänzt wird.

Die Grünen fordern deshalb einen klaren sozialen Baustein: Einen Führerscheinzuschuss von 1.000 Euro, wenn die Fahrerlaubnis nachweislich für Ausbildung oder Beruf im Land gebraucht wird, besonders in Mangelberufen wie Bus und Lkw. Zusätzlich braucht es echte Kostentransparenz durch ein öffentliches Vergleichsportal für Preise und Bestehensquoten. „Was beim Spritpreisvergleich selbstverständlich ist, muss auch bei Fahrstunden möglich sein“, so Lüddemann. Ergänzend setzt sich die Fraktion dafür ein, Verkehrserziehung in Schulen deutlich auszubauen, damit Sicherheit und Kompetenz früh beginnen.


Hinweis: Politische Mitteilungen gibt der Meetingpoint als Komplettzitate wieder. Unsere Leser sollen sich selbst ein Bild von den Äußerungen unserer Politiker machen, ohne Anmerkungen oder Veränderungen durch die Redaktion.

Bilder

Symbolfoto, Quelle: Pixabay
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