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Elias Kühne von Union 1861 Schönebeck war dicht dran bei der Quali zur Tischtennis-DM

Sport
  • Erstellt: 11.02.2026 / 08:03 Uhr von os
Bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der Damen und Herren in Zella-Mehlis (Thüringen) ging es am vergangenen Wochenende um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.

Insgesamt kämpften 16 Spieler, aufgeteilt in zwei Achtergruppen, zunächst in der Vorrunde um die begehrten Plätze in der Endrunde, für die sich nur die jeweils besten drei Spieler pro Gruppe qualifizierten. Mit dabei war auch Elias Kühne von Union 1861 Schönebeck, der über weite Strecken ein starkes Turnier spielte, am Ende jedoch denkbar knapp den Sprung in die Endrunde verpasste.

Zum Auftakt traf Kühne auf Faltermaier (TTC SR Hohenstein-Ernstthal) und hatte zunächst große Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Mit dem variablen Spiel seines Gegners kam er anfangs überhaupt nicht zurecht und lag schnell mit 0:3 Sätzen zurück. Erst im weiteren Verlauf stellte sich Kühne besser auf das Spiel ein, erkannte zunehmend die Muster seines Gegners und kämpfte sich Punkt für Punkt zurück in die Partie. Mit wachsender Sicherheit drehte er die Begegnung schließlich komplett und gewann nach bereits drei verlorenen Sätzen noch 4:3 im Entscheidungssatz.

Im zweiten Spiel folgte ein überzeugender 4:1-Erfolg gegen Pazdyka (MSV Hettstedt). Entscheidenden Anteil hatte dabei Kühnes starkes Aufschlagspiel. Mit kurzen Angaben sowohl in die Vorhand als auch in die Rückhand fand er immer wieder gut in die Ballwechsel und konnte anschließend selbst die Initiative übernehmen und von Beginn an offensiv agieren. Zwar hatte Pazdyka im offenen Spiel teilweise leichte Vorteile, doch Kühne entschied die wichtigen Punkte über seine aktive Spielweise für sich.

Anschließend folgte ein souveräner 4:0-Sieg gegen Toetz (SV Zörbig). Kühne spielte von Beginn an sehr aggressiv und setzte seinen Gegner konsequent unter Druck. Er wusste aus früheren Begegnungen, dass es gegen Toetz schwierig wird, wenn man zu langsam und ohne Druck agiert. Besonders bemerkenswert: Eine Woche zuvor hatte Kühne bei den Mitteldeutschen Meisterschaften der Jugend 19 im Einzel noch knapp im fünften Satz gegen Toetz verloren, sodass ihm nun die Revanche eindrucksvoll gelang. Gegen den späteren Turniersieger und großen Favoriten Zimmermann (TTC SR Hohenstein-Ernstthal) musste sich Kühne anschließend mit 1:4 geschlagen geben.

Dennoch zeigte der Schönebecker eine starke Leistung und hielt in vielen Sätzen lange mit. Häufig bewegten sich die Spielstände bis in die Endphase hinein auf Augenhöhe bei Zwischenständen um 7:7 oder 8:8, ehe sich die Klasse von Zimmermann durchsetzte, der auch in der 3. Bundesliga aktiv ist. Zimmermann blieb im gesamten Turnier ohne Niederlage und wurde souverän Mitteldeutscher Meister. Im nächsten Spiel unterlag Kühne Berbig (USV Jena) mit 2:4. Ausschlaggebend war dabei vor allem, dass Kühne phasenweise zu passiv agierte und nicht genügend Druck entwickelte. Hinzu kam die unangenehme Spielweise seines Gegners, der als Linkshänder zusätzliche Probleme bereitete.

Der Sonntag begann für den Schönebecker mit der Partie gegen Quett (Post SV Mühlhausen), die Kühne ebenfalls verlor. Wie schon zuvor entwickelte sich ein enges Spiel mit vielen ausgeglichenen Satzverläufen, doch in den entscheidenden Phasen fehlte ihm die letzte Konsequenz, sodass mehrere Sätze knapp an Quett gingen und sich schließlich eine 1:4-Niederlage ergab. Im letzten Gruppenspiel gegen Balazs (SV Muldental Wilkau-Haßlau) wusste Kühne, dass nur ein Sieg ohne Satzverlust noch eine kleine Chance auf den Einzug in die Endrunde ermöglichen würde. Entsprechend konzentriert ging er in die Partie, setzte immer wieder kurze Aufschläge ein, um sich anschließend sofort Vorteile zu erspielen und den Gegner gar nicht erst ins druckvolle Angriffsspiel kommen zu lassen. Mit konsequentem Offensivspiel ließ er nichts anbrennen und gewann die Partie sicher und souverän mit 4:0.

Am Ende der Vorrunde stand für den Schönebecker eine starke Bilanz von 4:3 Siegen bei einem Satzverhältnis von 20:16. Besonders bitter: Punktgleich und mit identischer Satzdifferenz lag Kühne hinter Pazdyka, der jedoch 25 Bälle mehr gewonnen hatte und sich dadurch den dritten.

Gruppenplatz sicherte. So blieb Kühne trotz eines insgesamt überzeugenden Auftritts nur Rang vier in seiner Gruppe. Damit verpasste der Schönebecker tragischerweise äußerst knapp den Einzug in die Endrunde und damit die weitere Chance, sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren.

Bilder

Quelle: SV Union Schönebeck
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