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Warnstreik an Sachsen-Anhalts Hochschulen: „Gute Arbeit und gutes Studium für alle!“

Stadtgeschehen
  • Erstellt: 26.01.2026 / 11:02 Uhr von rt/pm
In den Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Länder kommt Bewegung – allerdings nicht am Verhandlungstisch. Nachdem die zweite Verhandlungsrunde am 16. Januar ohne Ergebnis blieb, weitet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ihre Maßnahmen aus. Am kommenden Mittwoch, den 28. Januar, beteiligt sich Sachsen-Anhalt am bundesweiten Hochschulaktionstag mit ganztägigen Warnstreiks.


Aktionen im Norden: Magdeburg und Stendal im Fokus

Für die Mitglieder im Norden Sachsen-Anhalts konzentriert sich der Protest am Mittwochvormittag direkt auf dem OvGU-Campus:
  • Wann: 9 bis 12 Uhr
  • Wo: GEW-Infostand am Gebäude 40 der Otto-von-Guericke-Universität (Zschokkestraße 32)
  • Betroffene Einrichtungen: Die GEW hat ihre Mitglieder sowie die studentischen Beschäftigten der Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Großes Programm im Süden: Kundgebung in Halle

In Halle ist ein umfangreicheres Programm geplant:
  • Ab 9 Uhr: Treffpunkt im Streiklokal Volksbühne Kaulenberg (Kaulenberg 1).
  • Ab 10:30 Uhr: Zentrale Kundgebung auf dem Universitätsplatz.
  • Anschluss: Demonstrationszug vom Universitätsplatz zum Steintor.
  • Betroffene Einrichtungen: Uni Halle (MLU), Hochschule Merseburg und die Kunsthochschule Burg Giebichenstein.

„Dauerstellen für Daueraufgaben“ – Die Forderungen

Die Gewerkschaften kritisieren vor allem den drohenden Reallohnverlust und den „Befristungswildwuchs“ an den Hochschulen. In ihrem Aufruf formuliert die GEW klare Ziele: „Gute Arbeit und gutes Studium für alle!“ Sie verhandeln für rund 2,6 Millionen Länder-Beschäftigte, von denen etwa die Hälfte im Bildungsbereich – an Schulen, Hochschulen und Landeskitas – arbeiten. Darunter 245.000 angestellte und 684.000 verbeamtete Lehrkräfte. Im Organisationsbereich der GEW wird beispielsweise für Beschäftigte an Schulen wie Lehrkräfte, im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder wie Erzieher sowie für Hochschullehrende und studentische Beschäftigte verhandelt.

Man fordert von den Arbeitgebern:
  • 7 Prozent mehr Gehalt (mindestens 300 Euro monatlich)
  • 200 Euro monatlich für Azubis und Praktikanten
  • 12 Monate Laufzeit
  • Einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte
  • Zuschläge für Überstunden und Arbeit zu ungünstigen Zeiten erhöhen
  • Dauerstellen für Daueraufgaben sowie das Ende von Tarifflucht und Outsourcing

„Die Antwort der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft: Jetzt werden die Streiks und Aktionen ausgeweitet“, heißt es in der Stellungnahme der GEW zu den ausgebliebenen Ergebnissen am Verhandlungstisch. Die dritte Runde findet am 11. und 12. Februar 2026 in Potsdam statt. Bis dahin soll der Druck von der Straße aus weiter erhöht werden.

Bilder

Quelle: GEW
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