Logo

Storchenhof Loburg: Auswilderung und Erlebnistag im August

Sonstiges
  • Erstellt: 03.08.2025 / 16:09 Uhr von ub
Seit 45 Jahren leistet die Wildvogelauffangstation des Loburger Storchenhofes mit der Pflege und späteren Auswilderung verletzter und verwaister Großvögel (ab Amselgröße) einen Beitrag zum Artenschutz nicht nur im Bundesland Sachsen-Anhalt. Wie der Name schon erahnen lässt, stehen die Störche im Mittelpunkt der Arbeit der Familie Kaatz. 
Finanziell unterstützt wird der Storchenhof durch das Land Sachsen-Anhalt und durch Spenden.

Mehrmals im Jahr werden die in Loburg gepflegten, genesenen Vögel wieder in die Freiheit entlassen. So auch am Samstag, 2. August, als gleich neun Störche ausgewildert werden konnten. Bevor es jedoch so weit war, wurden die Tiere zunächst gewogen, gemessen, beringt und zwei von ihnen mit einem Sender versehen.
Dies alles vor den Augen vieler Interessierter und fast 200 Zuschauern per Livestream sowie zahlreicher Paten, die mit einer Patenschaft die Arbeit der Vogelschutzwarte finanziell unterstützen und einem Pflegestorch einen Namen geben dürfen.

Während des Wiegens und Beringens beantworteten Antje und Michael Kaatz die vielen Fragen. So zum Beispiel nach dem Gewicht eines Senders: „Der Sender wiegt 45 Gramm, also weniger als 3% des Körpergewichts“ erklärte Michael Kaatz. Auf die Frage, wie lange die Sender funktionieren, antwortete Antje Kaatz: „Wir haben zwei Störche besendert, die schon seit 12 Jahren Daten liefern“.

Nachdem alle vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen waren, setzte sich eine Pkw-Kolonne in Bewegung. Am Zielort angekommen, wurden alle neun Störche, die zuvor „verpackt“ und mit einer Augenabdeckung versehen worden waren, in einigem Abstand auf der Wiese von ihren Paten platziert. Michael Kaatz gab das Kommando zum Abziehen des Augenschutzes und den Störchen stand der Weg in Freiheit offen.

Zu den Paten gehörte auch der elfjährige Karl, der mit seinem aus Loburg stammenden Vater aus Braunschweig angereist war. „Der Name meines Patenstorches ist Willie“ erzählt Karl. „Es ist ein cooles Gefühl, einmal so einen großen Vogel in den Armen halten zu können und ihn dann in die Freiheit zu entlassen“ ergänzt er stolz.

Wer mehr über die Arbeit des Storchenhofes erfahren möchte, hat dazu am 16. August Gelegenheit. Dann lädt die Vogelschutzwarte zum 2. Storchenhoferlebnistag auf das Hofgelände ein. Neben informativen Führungen gibt es auch Angebote für die ganze Familie, wie beispielsweise einen Flohmarkt oder der Verkauf regionaler Produkte. Auch eine Kleidertauschparty, bei der gebrauchte aber noch gut erhaltene Kleidungsstücke den Besitzer wechseln, ist geplant. Für Kreative ist auch das Bemalen mitgebrachter oder getauschter Kleidung möglich. Für den Gaumen gibt es Leckereien aus ungewöhnlichen Zutaten, wie zum Beispiel ein Beikraut Salat oder eine Radieschenblätter-Suppe.
Wer noch einen Stand für den 16. August anmelden möchte, schreibt eine Mail an folgende Adresse: humpert@storchenhof-loburg.de.

Wer mehr über die wichtige Arbeit des Storchenhofes erfahren oder diese unterstützen möchte, findet alle wichtigen Informationen im Internet unter https://www.storchenhof-loburg.de/startseite.html.

Bilder

Groß war das Interesse an der Auswilderung am 2. August.
Zwei Störche wurden besendert.
Alle neun ausgewilderten Störche wurden beringt, wenn dies nicht bereits geschehen war. Die Nummern der Ringe wurden den Paten mitgeteilt.
Karl aus Braunschweig mit dem "verpackten" Willie kurz vor der Auswilderung. Fotos: ub
Dieser Artikel wurde bereits 2.305 mal aufgerufen.

Werbung